Mekong, die Mutter aller Flüsse 

Der Mekong (Mae Kong; übersetzt: die Mutter aller Flüsse) ist der längste Fluß in Südostasien. Er entspringt in ca. 5000 Metern Höhe im westchinesischen Hochland und mündet nach mehr als 4200 Kilometern in das Südchinesische Meer. Auf dem Weg nach Süden durchfließt er für eine lange Strecke China, bevor er eine natürliche Grenze zwischen Laos und Myanmar und später zwischen Laos und Thailand bildet. Danach durchquert er Kambodscha und mündet letztendlich in Vietnam in einem mächtigen Delta ins Meer.

In Thailand wurden zunehmend Brücken über den Mekong zum Nachbarland Laos gebaut, sogenannte Thai-Lao Friendship Bridges. Derzeit sind es fünf Brücken, über die der Warenaustausch zwischen den Ländern abgewickelt wird. Mittlerweile hat sich das vormals durchaus angespannte Verhältnis beider Länder normalisiert, aber noch immer schauen die Thais auf die im kommunistischen Laos lebenden Laoten herab.

Berühmt ist der Mekong für seine Fischvielfalt, leider ist diese stark gefährdet bedingt durch Staudämme  und Überfischung. Und natürlich gedeiht entlang des Mekongs die Landwirtschaft, insbesondere der Anbau von Reis und Obst.

Auch der Tourismus hat den Mekong mittlerweile entdeckt. So werden auf verschieden Teilstücken des Mekong Bootsfahrten auf grossen und bequemen Booten angeboten. Von den ebenfalls auf dem Mekong fahrenden Speedbooten sollte man jedoch Abstand nehmen, sie sind nicht ungefährlich.

Entlang des Flußes gibt es eine Reihe von besuchenswerten Städten und Sehenswürdigkeit.


Beginnen möchte ich mit dem Golden Triangle, ein touristisches Highlight im Norden von Thailand. Hier fließt der Ruak Fluß in den Mekong und dieser Zufluß trennt die Länder Thailand, Laos und Myanmar. Mit kleinen Booten kann man den Mekong befahren und in, an den Ufern festgemachten Flössen laotische Waren einkaufen (zollfrei versteht sich). Im Bild links unten ist auf der rechten Seite Laos, in der Mitte Myanmar und links Thailand zu sehen.
Der Begriff Golden Triangle steht aber auch für ein Gebiet, in dem Schlafmohn angebaut und zu Heroin weiterverarbeitet wurde und wird. In Laos aber insbesondere in Thailand wurde der Mohnanbau erfolgreich zurückgedrängt, was in Myanmar leider noch nicht gelungen ist.

Und da sind die Städte Luang Prabang bzw. Vientiane in Laos, die beide mit ihrer franzöischen Vergangenheit ein ganz spezielles Flair haben. Luang Prabang (ersten zwei Bilder) als einstige Königsstadt ist heute ein UNESCO-Weltkulturerbe und aufgrund seiner Einzigartigkeit ein Touristenmagnet. Vientiane ist die Hauptstadt des kommunistischen Laos und das wirtschaftliche und politische Zentrum des Landes.

Auf der thailändischen Seite sind es die Städte Nong Khai, von der aus 1994 die erste Friedship-Bridge nach Laos gebaut wurde (siehe erstes Bild links), das verschlafene Städtchen Nakhon Phanom mit der 2011 gebauten 3. Friend-Ship Bridge und dem sehenswerten Wat Phra That (Informationen dazu auch hier im Blog) und Mukdahan, in deren Nähe die 2. Friend-Ship Brücke den Mekong in Richtung Laos überquert. Unweit von Mukdahan liegt ein Steingarten, in dem das Wasser über jahrtausende bemerkenswerte Skulpturen geschaffen hat.

Weiter im Süden ist dann Pakse auf der laotischen Seite interessant. Pakse ist die drittgrößte Stadt in Laos und touristischer Ausgangspunkt für einen Besuch des Bolaven-Plateau, auf dem der Großteil des laotischen Kaffees angebaut wird oder der ca 150 km weiter südlich befindlichen Vier Tausend Inseln (Si Phan Don) und der Mekong Wasserfälle, nahe der kambodschanischen Grenze.

Nachdem der Mekong Kambodscha durchquert hat mündet er in einem gewaltigen Flußdelta in Südvietnam in das Südchinesische Meer. Das Mekong Delta ist ein äusserst fruchtbares Gebiet, in dem bis zu drei mal im Jahr Reis geerntet werden kann und Obst und Gemüse in Hülle und Fülle gedeiht. Ein Muß im Mekong Delta ist eine Fahrt durch die verzweigten Seitenarme des Mekong und ein Besuch der schwimmenden Märkte, der wohl bekannteste ist Cai Rang unweit von Can Tho. Auf diesen schwimmenden Märkten werden die Produkte der Region an Wiederverkäufer, direkt vom/zum Schiff verkauft. Auf eine Stange gesteckte Früchte signalisieren was das Schiff als Fracht geladen hat.

Es ist zu hoffen das das Öku-System des Mekong mit seiner Artenvielfalt im und am Fluß noch lange erhalten bleibt.

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Kommentare: 1
  • #1

    Alexander Schwarz (Sonntag, 29 November 2015 15:14)

    Ein tolle Internetauftritt besonders gefällt mir dein Blog, der viele spannende und interessante Beiträge hat. Auf jeden Fall ist Thailand eine Reise wert. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg bei deiner Gestaltung. Gruß aus dem Schenna